Anfang der sechziger Jahre wurde der Fall der Russin Rosa Kuleshova bekannt, die in der Lage war, Menschen und Gegenstände mit völlig abgedunkelten Augen zu erkennen – auch ohne den Einsatz ihrer Finger und Haut, was die ursprüngliche Theorie des „Hautsehens“ widerlegte. Auch die Schriftstellerin Mary Summer Rain berichtete in ihrem Buch „No Eyes“ von ihrer schamanischen Lehrerin, die blind geboren wurde, jedoch alles visuell wahrnehmen konnte.
- Das innere Auge aktivieren. Durch geistige Schulung kann sich die Fähigkeit des Sehens ohne Augen entfalten und vertiefen.
- Moderne Forschung bestätigt: Bilder entstehen im Gehirn, die Augen sind nur der Kanal, nicht der Schöpfer des Sehens.
Weltweit gibt es weitere Systeme, die das Sehen ohne Augen vermitteln: In Malaysia über das Midbrain Activation Training, in China durch die Schule von Yumiko Tobitani, beim russischen Trainer Vyacheslav M. Bronnikov. Durch die Methode von Nicolay Denisov geht es jedoch erheblich schneller: Innerhalb von Minuten bis zwei Stunden kann ein Kind, innerhalb von drei bis fünf Tagen ein Erwachsener ohne Seheinschränkung diese Fähigkeit erlernen. Eine weitere bisher wenig im deutschsprachigen Bereich bekannte Information ist, dass das Sehen ohne Augen längst internationale Medienaufmerksamkeit erlangt hat: Fernsehsender in zahlreichen Ländern haben über dieses Thema berichtet – von Argentinien über Spanien und Mexiko bis zu den Philippinen, von Russland bis Indien. In der spanischen Sendung „Plan B“, im mexikanischen Fernsehen bei Zona TV, beim philippinischen Sender TV Patrol Northern Luzon, im russischen Fernsehen bei PTP und bei gleich mehreren indischen Sendern wie Zee TV, News Nation und Karnataka TV Channel wurden Demonstrationen des Sehens ohne Augen einem Millionenpublikum präsentiert. Ebenfalls brachte die US-amerikanische Filmproduzentin Caroline Cory 2019 den mehrfach ausgezeichneten Kinofilm „Superhuman“, auf Deutsch „Supermensch“ heraus. Darin widmet sie sich u.a. auch dieser außergewöhnlichen Fähigkeit und zeigt auch uns als deutsche Vermittler dieser Methode. Denn auch in Deutschland wächst das Interesse an dieser Methode: Jan Hof, der Social-Media-Manager der Pforzheimer Zeitung, produzierte einen ausführlichen Videobeitrag über das Sehen ohne Augen, den er eigenständig drehte und schnitt. Über 14 Vorträge wurden bereits in mehr als 7 Naturheilvereinen in Deutschland gehalten, bei denen auch ehemals blinde Teilnehmer über ihre Erfahrungen berichteten und sich bei ihrem Training filmen ließen.

Um besser zu verstehen, wie ein Sehen ohne die Augen möglich ist, lohnt sich ein Blick darauf, wie das Sehen mit den physischen Augen funktioniert. Augenärzte und Optiker wissen: Wenn wir auf die Welt kommen, lernen wir das Sehen – genauso wie das Laufen und Sprechen. Anfangs haben wir alle bis auf die ersten zwanzig Zentimeter vor uns nur hellen Brei vor Augen. Dieser löst sich Tag für Tag auf, und ab der zweiten Lebenswoche sieht jeder gesunde Mensch die ersten Umrisse seiner Umgebung. So etabliert sich das Sehfeld immer mehr, bis wir mit dem neunten Lebensmonat in der Lage sind, ähnlich wie Erwachsene zu sehen. In diesen ersten neun Monaten baut unser Gehirn eine Art innere Datenbank auf, die neue visuelle Informationen aufnimmt, abspeichert und archiviert. Die Augen nehmen Informationen aus der Umgebung auf und senden diese über die Sehnerven an das Gehirn – vergleichbar dem Filmen mit einer Videokamera. Sobald die visuell aufgenommenen Informationen im Gehirn angekommen sind, übersetzt dieses sie mithilfe der gespeicherten Daten zu dem Bild, das wir wahrnehmen. Die entscheidende Erkenntnis der modernen Gehirnforschung lautet: Das Bild, das wir sehen, entsteht in unserem Kopf – nicht in unseren Augen! Rudolf E. Lang hat diese Erkenntnis in seinem Buch „Sehen – wie sich das Gehirn ein Bild macht“ umfassend dargelegt. Für die ganzheitliche Medizin ist diese Erkenntnis von besonderer Bedeutung, denn sie rückt das Bewusstsein ins Zentrum der Wahrnehmung. Die Augen sind lediglich ein Werkzeug – ein Kanal, über den Informationen fließen.

Einer der beeindruckendsten Fälle in unserer Arbeit ist Harald Frase, Vizepräsident der Allgemeinen Blinden – und Sehbehindertenhilfe Baden-Württemberg e.V. Aufgrund der seltenen Augenerkrankung Morbus Eales waren seine Sehnerven so schwer geschädigt worden, dass ihm nur noch eine Sehfähigkeit von 0,5 Prozent verblieb – er konnte lediglich hell und dunkel unterscheiden. Als er zu uns kam, galt er seit 7 Jahren als gesetzlich blind. Bereits nach seinen ersten fünf Tagen Seminarteilnahme zeigten sich für ihn die ersten Fortschritte. Allerdings dauerte es neun Monate intensiven Übens, bis Harald Frase das Sehen ohne Augen im Alltag einsetzen konnte. Heute beeindruckt er Menschen bei Vorträgen und Demonstrationen mit seinen Fähigkeiten. Sein Weg zeigt, was möglich sein kann, wenn man sich mit Ausdauer und Offenheit auf diese Methode einlässt.

Ein Weg der Erkenntnis. Sehen ohne Augen ist ein innerer Weg, der zu mehr Bewusstsein, Selbstvertrauen und Lebensqualität führt.
Ich möchte jedoch betonen, dass wir als Sehen-ohne-Augen-Team niemandem, der zu uns kommt, einen Erfolg versprechen können oder wollen – es handelt sich immer um ein Versuch, der in der Vergangenheit bei uns in vielen Fällen geglückt ist. Für Menschen, die sich einer ganzheitlichen Sichtweise verbunden fühlen, ist besonders bemerkenswert, was das Sehen ohne Augen über die reine Verbesserung der Sehfähigkeit hinaus bewirken kann. Der renommierte Physiker und Biologe Dr. Ulrich Warnke, der dem Phänomen in seinem Buch „Quantenphilosophie und Interwelt“ ein eigenes Kapitel widmet, erklärte, dass sich durch das Sehen ohne Augen spirituelle Fähigkeiten wie Hellsehen, Telepathie, Aurasehen, das Lesen des morphogenetischen Feldes sowie das eigene Manifestationspotenzial beschleunigt entwickeln lassen. Wer es schafft, durch die undurchsichtige Mindfold-Maske zu sehen, kann mit entsprechendem Training auch lernen, durch Wände und andere Gegenstände zu schauen. Sehen ohne Augen trainiert intensiv und spielerisch auch die Intuition – nicht nur als vage Ahnung oder Bauchgefühl, sondern als echtes inneres Wissen. Denn große Unternehmen setzen zunehmend auf intuitiv geschulte Menschen, sei es bei der Personalauswahl oder in Führungspositionen, da Manager mit einer ausgebildeten Intuition nachweislich erfolgreicher agieren.

Sehen ohne Augen kann erlernt werden. Mit der richtigen Methode und Anleitung kann jeder – vom Kind bis zum Erwachsenen – diese Fähigkeit entwickeln.
Das Sehen ohne Augen ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie eng Körper, Geist und Seele miteinander verwoben sind – ein Grundprinzip der ganzheitlichen Medizin und Naturheilkunde. Wenn ein Mensch lernt, über einen bisher ungenutzten Wahrnehmungskanal zu sehen, verändert sich – aus meiner Beobachtung heraus – nicht nur seine visuelle Fähigkeit, sondern sein gesamtes Wesen. Die Methode des Sehens ohne Augen passt nahtlos in das Verständnis einer Medizin, die den Menschen nicht auf seine körperlichen Symptome reduziert, sondern ihn als ganzheitliches Wesen mit physischen, emotionalen, geistigen und spirituellen Dimensionen begreift. Sie zeigt auf eindrucksvolle Weise, dass wir Menschen über Potenziale verfügen, die weit über das hinausgehen, was wir im Alltag nutzen – und dass es sich lohnt, diese Potenziale zu wecken.

Trotz gesetzlicher Blindheit hat Harald Frase das Sehen ohne Augen erlernt und beeindruckt heute viele Menschen.
Für uns, das Sehen-ohne-Augen-Team, die wir das Sehen ohne Augen seit Jahren vermitteln und dabei die erstaunlichsten Transformationen bei Kindern und Erwachsenen erleben dürfen, ist das eine erfüllende Aufgabe: Jedes Mal, wenn ein bisher blinder Mensch wieder lesen kann, wenn ein schüchternes Kind zu einem selbstbewussten jungen Menschen heranwächst, wenn ein Erwachsener berichtet, dass er gelassener und intuitiver durch seinen Alltag geht, dann wissen wir, warum wir diesen nicht immer einfachen Weg der Pionierarbeit auf diesem Gebiet im deutschsprachigen Raum angetreten sind. Doch uns bestärkt, weiter zu machen, was die ganzheitliche Medizin seit jeher weiß: Der Mensch ist zu weitaus mehr fähig, als er weiß und glaubt. Wie Sie hier gelesen haben: Sehen ohne Augen ist keine Magie und kein Wunder – es ist eine trainierbare Fähigkeit, die in jedem von uns schlummert. Es braucht nur den Mut, sich darauf einzulassen, und die Bereitschaft, das eigene Weltbild ein wenig zu erweitern. Denn wie der Quantenphysiker und Biologe Dr. Ulrich Warnke es treffend sagte: Zwischen der physischen und der geistigen Welt existiert eine Brücke – und das Sehen ohne Augen ist einer der Wege, sie zu überschreiten.

Weltweite Beachtung in den Medien. Sehen ohne Augen begeistert Menschen weltweit. Zahlreiche TV-Sender haben bereits darüber berichtet und greifen dieses spannende Thema auf.
Quellennachweis:
- Internetseite: www.sehen-ohne-augen.de (mit wissenschaftlichen Beiträgen und Videos)
- Praxishandbuch: „Sehen ohne Augen – Das Praxishandbuch“ von Evelyn Ohly
- Ulrich Warnke: „Quantenphilosophie und Interwelt“ (Kapitel „Sehen ohne Augen“)
- Joe Dispenza: „Du bist das Plazebo“ Kapitel „Ohne Augen sehen“, S. 346–348
- Rudolf E. Lang: „Sehen – wie sich das Gehirn ein Bild macht“
- Rudolf Steiner: Vorträge GA 352 („Mit dem übersinnlichen Ich sieht man“)
- IONS Noetic Sciences Research Prize 2023: noetic.org/prize-2023
- Laxmidhar Behera: NVVP-Studie, IIT Mandi, 2025
- Kurt Bach: Erfahrungsbericht in der österreichischen Fachzeitschrift Pulsar

Evelyn Ohly, ist Buchautorin, Vortragsrednerin und seit 2013 international als Expertin und Seminarleiterin für intuitive Wahrnehmung und das Vermitteln der außergewöhnlichen Methode „Sehen ohne Augen“ tätig. Zusätzlich ist sie die Mitgründerin der Sehen ohne Augen GbR in Niefern bei Pforzheim.



